Author Archives: Eva

Sams Gedanken [Schreib-Experiment 2]

„Mehr experimentieren, Eva“, hörte ich mich neulich sagen, als ich wieder einmal laut mit mir selbst sprach. Ich mache das oft. Und meist ist es Ausdruck eines Gedanken, der schon lange da ist, aber bisher ungehört und ohne Konsequenz einsame … Continue reading

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Die Stille nach dem Sturm

Das Fenster stand sperrangelweit offen, als der Sturm meine Welt erreichte. Ohne abzubremsen, fuhr der Wind hinein, und jagte durch die Stockwerke. Zuerst den langen Flur entlang, wobei er die Garderobe mit sich riss und die Bücher aus den Regalen … Continue reading

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Die Illusion des letzten Aktes

Hast du wirklich gedacht, dass nur der Vorhang fallen muss, damit du auf die nächtliche Straße treten und Sorglosigkeit atmen kannst? Dass der kühle Winterwind auf deinen Schultern das einzige Anhängsel ist, das du abzustreifen wünschst? Dass der Applaus verebbt, … Continue reading

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Gérard

Geräuschvoll näherte er sich von hinten, seine Schritte ein ungleichmäßiges Schaben auf nassem Boden. Er überholte sie links, zu schnell, zu unbedacht und kollidierte beinahe mit dem Pärchen, das ihnen entgegenkam. Sie erhaschte nur einen raschen, unzuverlässigen Blick: Er war … Continue reading

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fort.

und dann wenn nichts mehr ist wie es war erinnerst du dich der faden tröstlichkeit von normalität greifst nach ihren konturen und ringst in ihrem einst so trivialen licht nach atem – doch das gestern ist fort und normalität nichts … Continue reading

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Orte wie dieser – Des lieux comme celui-ci

Es ist ein besonderer Moment für mich, kurz vor Ende des Jahres, einen alten Text im neuen Gewand präsentieren zu können. „Orte wie dieser„, den ich Anfang März im Blog veröffentlichte, handelt von einem Ort, der mein Leben von Anfang … Continue reading

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Es gibt kein Ende – nur Anfänge…

Wie viel Chamäleon verträgt mein Leben?, fragte ich vor einiger Zeit. Ich weiß es jetzt. Fast zwölf Wochen sind seit dem letzten Eintrag vergangen. Das sind gute drei Monate, ein viertel Jahr. Für mich jedoch fühlt es sich an wie … Continue reading

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Ganz Paris träumt von der Liebe

Es gibt Auftragsarbeiten, die wirklich Spaß machen. Dieser Auftrag ist so einer gewesen: ein kurzes, literarisches Porträt über einen Sommer in Paris, über Liebe, Leichtigkeit und Vorhersagungen. Da ich nicht auf die Belegexemplare warten wollte, habe ich mir das Magazin … Continue reading

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Zwischen Bierflaschen das Leben

Während fast überall Fernseher in den Straßen stehen und König Fußball seine Untertanen in die Cafés und Bars lockt, bleibt der Boxhagener Platz angenehm zeitlos. Als wäre dies eine Zone unberührt von Brot und Spielen, unvergiftet trotz einer gutbürgerlich wirkenden … Continue reading

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Schreiborte

Nicht jeder ist bei Facebook. Und das ist gut so. Wer meiner Facebook-Seite einen Besuch abstatten möchte, braucht zum Glück kein eigenes Profil zu haben – die Seite ist ja öffentlich. Einfach auf den „F“-Button rechts klicken. Dennoch geht einiges … Continue reading

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Wie viel Chamäleon erträgt ein Leben?

Es gibt Dinge, die machen den Zauber eines morgendlichen schwarzen Kaffees noch verführerischer: das Rascheln einer Zeitung, die Abwesenheit von Zeit, alte Lieder oder klassische Virtuositäten, ein Stapel ungelesener Bücher, der Blick in liebende Augen, ein Pyjama und das Wissen, … Continue reading

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Meine erste Mikrogeschichte

Wer nun erwartet, dass ich heute – wie versprochen – verrate, wo ich letzte Woche in das „ergraute und faltige Antlitz der Zeit“ blickte, den muss ich leider enttäuschen. Ich war bis eben mit zwei Text-Aufträgen beschäftigt, die es mir … Continue reading

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Die Abwesenheit von Zeit

Vier Wochen sind seit meinem letzten Eintrag vergangen. Sie sind verflogen, aber nicht verloren. Der Blog und die Facebook-Seite mögen den Eindruck erwecken, als wäre nichts passiert, als hätte kein Wort den Weg in einen Kontext gefunden, als stockten die … Continue reading

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Im Takt zum Echo schöner Zeiten

Die Sonne beendet ihren Lauf. Vor meinem Fenster legt sich Dunkelheit über die Welt. Doch innen nährt die Helligkeit das Leben. Flackernde Konturen eines Whiskyglases im Kerzenschein. Raufasertapete, für die es längst andere Pläne gibt. Teller, die leergegessen diesen Moment … Continue reading

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Die Phantasie des Möglichen

Fast vier Monate habe ich ihn nicht gesehen. Bei unserer letzten Begegnung übergab er sich in einen Blumenkübel. Sein Blick war ins Leere geglitten, ungläubig das Gehörte in seinem Kopf wiederholend. Dann hatte er die Hand vor den Mund geschlagen … Continue reading

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Fundstück: Versöhnung in Ostwestfalen

(Versöhnung ist ein großes Wort, das mir immer schien wie etwas, das sich nicht in Aktivität erzeugen lässt, sondern aus Passivität erwachsen muss – mit der Zeit. Und heute fand ich dazu ein Beispiel aus meinem Leben. Ich entdeckte das … Continue reading

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Orte wie dieser

Um mich herum ist es dunkel. Nur am Ende des Raumes zeichnet sich das dunkelblaue Rechteck des Himmels im Rahmen des Fensters ab. Es ist eisig draußen und doch habe ich das Fenster einen Spalt geöffnet und die kalte Luft … Continue reading

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Aspekte einer Existenz

(Diesen Text habe ich im vergangenen Jahr geschrieben, inspiriert von Brigitte Reimann, deren Tagebücher mich fasziniert, bewegt und beflügelt haben. Sie stellte sich der Zerrissenheit zwischen Sein und Nicht-Sein, blickte der Verantwortung ins Auge, die das Leben als Schriftstellerin in … Continue reading

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Das Krähenkind

Die Krähe, sagt man, sei ein Symbol sowohl für das Leben als auch für den Tod. Ihr krächzender Schrei ist Träger einer wichtigen Botschaft. Als eine Art Schwellenwächter zwischen hell und dunkel, steht sie sinnbildlich als Bote für das Unbewusste. … Continue reading

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Notizbuch-Philosophie

Ich habe so laut gelacht, dass die fünfjährige Nachbarstochter in der Nebenwohnung aufgewacht ist. Zumindest hörte ich durch die dünnen Wände ihr lautes »Maaamaaa«, nachdem ich mich wieder beruhigt hatte. Ich habe noch genau zwölf Minuten, um einen Blog-Eintrag zu … Continue reading

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