Dieses Blog

Wir haben Herbst 2013 und ich habe aufgehört, die Monate zu zählen, die ich diese Seite bereits mit einem Platzhalter fülle. Diese Seite, die eigentlich die Überschrift über allem sein sollte, was ich hier tue. Die erklärende Orientierung für all‘ die Worte, die ich hinaus hauche in eine Endlosigkeit ohne Maß.

Ich bin Schriftstellerin …

… weil die einzige Leidenschaft, die mein Leben zu jeder Zeit begleitet hat, das Schreiben ist, das Formulieren, das Aufgreifen und Erzählen von Geschichten – das Freilassen derselben. Worten einen Zusammenhang vorschlagen. Beobachten und wiedergeben. Ich kenne keinen Zeitpunkt, an dem ich damit begann. Worte gehören mit derselben Selbstverständlichkeit zu meinem Leben, wie das Atmen. Wahrscheinlich nicht ganz so lang und weniger gleichmäßig, aber die Erinnerung ist ja bekanntlich beugsam. 😉

Ich bin keine Schriftstellerin …

… weil genau das mein Antrieb ist: der ewige Zweifel. Die Fähigkeit vor dem Spiegel zu stehen und mich zu fragen, ob ich nicht lediglich die Illusion meiner begrenzten Wahrnehmung bin. Und trotzdem den Größenwahn zu empfinden, dass ich das Geheimnis lüften könnte. Wenn ich nur mutig genug bin, nur nicht aufgebe. Ich will wissen, was ist. Was sein wird oder sein könnte. Und vor allem: warum?

Mein Schreiben ist Heimat.

Vielleicht lebe ich, um zu schreiben – wer weiß das schon? Auf jeden Fall aber schreibe ich, um zu leben. Klassisch gelernt habe ich es nicht, aber das geschriebene Wort hatte in meiner Familie immer eine hohe Bedeutung. Nach einer kaufmännischen Ausbildung und einem Medienwissenschafts-Studium habe ich beschlossen, nie wieder etwas anders zu tun. Heute kann ich davon leben.

Warum ich hier bin.

Dieses Blog ist Zeugnis meines schreibenden Seins, dessen Hauptziel noch immer das Erzählen von Geschichten ist. Es ist der kleine abgelegene Platz hinter der Sporthalle, an dem Menschen wie ich ihre Übungen machen – allein, aber nicht unbeobachtet. Hier möchte ich probieren – schreibend, bloggend, netzwerkend. Ich möchte wachsen in meiner Vorstellung davon, was das Schreiben für mein Leben bedeutet. Ich möchte mich einreihen in die Möglichkeiten und Veränderungen, die Internet und vor allem Social Media mit sich bringen – und sehen, was es mit mir macht.

Dieses Blog ist aber auch die Begleitung auf meinem Weg zum großen Ziel, meine Romane in einem klassischen Verlag zu veröffentlichen. Ich kann schließlich nicht auf eine große Bühne treten, einen Platz in der Öffentlichkeit beanspruchen – und dann schweigen. Es ist der tägliche Druck, den ich brauche, um dranzubleiben. Hierüber in Kontakt und Austausch mit anderen Schreibenden zu kommen, ist für mich wie der kollegiale Austausch in einer Kaffeeküche, der zu oft und zu schmerzlich fehlt.

Bedenkt das bitte, wenn ihr meine Seite besucht: Für euch scheint es eine Nichtigkeit, für mich aber kann jedes Lächeln, jedes Nicken oder Kopfschütteln und jedes Wort, das ihr an mich richtet – kritisch, lobend, tadelnd oder korrigierend – der Anschub für einen ganzen Tag sein. Denn Einsamkeit und Alleinsein sind die größten Herausforderungen meiner Arbeit.

Ich freue mich, dass ihr hierher gefunden habt. Willkommen.

One Response to Dieses Blog

  1. Andrea says:

    ich bin immer wieder beeindruckt von Deiner Authentizität.
    Aber vielleicht ist das eine notwendige Eigenschaft von Schriftsteller/Innen ?
    Ich bin froh, dass Du schreibst – gib nie auf!
    AS

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